Saar BOB belohnt Junge Fahrer, die am Steuer alkoholfrei bleiben, mit Freigetränken:

In teilnehmenden Gaststätten bekommt “BOB” / der Fahrer als Anerkennung mit dem gelben Schlüsselanhänger mindestens ein alkoholfreies Gratisgetränk.

Ziele

Ziele des Programms sind neben der Reduzierung der alkoholbedingten Verkehrsunfälle auch Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein gegenüber Freunden und die Überzeugung:  Wer fährt, trinkt nicht! Insbesondere sollen gerade Führerscheinneulinge zwischen 17 und 24 Jahren angesprochen werden.

Laut der Verkehrsunfallstatistik des Saarlandes der letzten Jahre verursacht diese Altersgruppe durchweg die meisten schweren Verkehrsunfälle, oft unter Alkohol-und Drogeneinfluss.

Wenn junge Leute feiern und in der Gruppe mit dem Auto unterwegs sind, trinkt BOB (als Fahrer/-in) keinen Alkohol („tankt alkoholfrei“), zeigt Verantwortung und fährt seine Freunde sicher nach Hause.

Der Träger des gelben Schlüsselanhängers bzw. der Benutzer der App wird damit zum Botschafter und Multiplikator der Aktion.

Verantwortung

Unser Wunsch ist, dass junge Leute es wichtig finden Verantwortung zu übernehmen. Mit BOB soll das belohnt werden. Der Fahrer ist absolut wichtig für einen gelungenen Abend. Alle sollen unversehrt nach Hause kommen.

 

Aber nicht nur junge Leute, sondern jeder in der Gesellschaft soll angesprochen werden, an der Aktion mitzuwirken und BOB zu unterstützen. Straßenverkehr geht alle an!

Verursachung von VUP der Jahre 2012-2016 und des Jahres 2017 pro 100.000 der Altersgruppe

Die in der Tabelle ersichtlichen Häufigkeitszahlen zur Verursachung eines VUP pro 100.000 der Altersgruppe zeigen weiterhin die Dominanz der „Jungen Fahrer“. Obwohl die Altersgruppe der „Jungen Fahrer“ seit dem Jahr 2006 ein Rückgang von 39,9% bei der Verursachung eines VUP (2006:1093 VUP, 2017: 657 VUP) ausweist, hatte die Risikogruppe im Jahr 2017 ein mehr als doppelt so hohes Verursacherrisiko als der Durchschnitt aller am Verkehr Teilnehmenden.

Rahmendaten der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss

Nach dem Anstieg um 5,2% der „Alkoholunfälle“(Unfälle, bei denen mindestens eine Unfallbeteiligte oder ein Unfallbeteiligter unter Alkoholeinfluss stand) im Jahr 2016 gegenüber dem Jahr 2015, wird auch inder PVS des Jahres 2017 ein Anstieg um 11,3 % gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen.

Die Langzeitbetrachtung der „Alkoholunfälle“ zeigt, dass der 1-Jahres-Wert über dem 10-Jahres-Durchschnittswert 2007-2016 mit 779 und dem 5-Jahres-Durchschnittswert 2012-2016 mit 717 liegt. Dagegen liegt der 1-Jahres-Wert unter dem 5-Jahres-Durchschnittswert 2007-2011 mit 840.

 

Seit 2008 ist bei den VU unter Alkoholeinfluss fast durchgehend ein Rücklauf von 920 Unfällen auf 671 Unfälle im Jahr 2015 zu erkennen, danach allerdings wieder ein Anstieg auf 786 Unfälle im Jahr 2017.

Bei den VU mit Personenschaden ist ein Rücklauf von 2008 mit 344 Unfällen bis 2013 mit 230 Unfällen zu erkennen, danach steigen die Zahlen mit Schwankungen wieder leicht an bis 287 Unfälle im Jahr 2017.

Die 5 Hauptunfallursachen „Junge Fahrer" bei VUP im Vergleich mit "Allen Verursachern" von VUP

Die Unfallursache „Alkohol/ Drogen“ liegt trotz eines Anstieges auf 7,6% (2016:6,5%) bei den „Jungen Fahrern“ wieder unter dem Anteil aller am Verkehr Teilnehmenden mit 8,1% (2016: 5,9%).

 

 

Die 5 Hauptunfallursachen der "Jungen Fahrer" bei VUP auf BAB im Vergleich mit "Allen Verursachern" von VUP auf BAB

Mit einem Anteil von 16,0% am Gesamtaufkommen der von „Jungen Fahrern“ verursachten VUP auf Bundesautobahnen im Saarland liegt die Unfallursache „Alkohol/ Drogen“ deutlich über dem Wert des Jahres 2016 von 6,9% und über dem Anteil aller am Verkehr Teilnehmenden mit 10,5% aus dem Jahr 2017 (2016: 6,3%).

Rahmendaten der VU im Saarland

Im Saarland wurden im Jahr 2017  34.862 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2016 mit insgesamt 24.972 Verkehrsunfällen einen Rückgang von 0,2%. Bundesweit wird bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ein Anstieg um 2% prognostiziert. Die saarländischen Rahmendaten der Verkehrsunfallsituation des Jahres 2017 weisen bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden (VUP) einen Rückgang von 9,2 % aus (2017: 3.769 VUP, 2016: 4.153 VUP), der deutlich über dem für das Bundesgebiet zu erwartenden Rückgang von 1,6% liegt. Auch bei der Gesamtzahl der Verunglückten liegt der für das Saarland ausgewiesene Rückgang von 10,0% (2017: 4.890 Verunglückte, 2016: 5.431 Verunglückte) deutlich über dem für Deutschland vorausgesagten Rückgang von 1,3 %.

 

Seit 2008 ist fast durchgehend bis ins Jahr 2012 ein Anstieg der Verkehrsunfälle von 3455 auf  4250 zu erkennen. In den Folgejahren schwanken die Zahlen, um im Jahr 2016 den Höchststand von 4928 Unfällen zu erreichen. 2017 geht die Zahl wieder leicht auf 4698 Unfälle zurück.

 

Bei den Unfällen mit Personenschaden ist seit 2008 von 1013 Unfällen erfreulicherweise ein Rücklauf (mit leichten Schwankungen) auf 657 Unfälle im Jahr 2017 zu erkennen.